Manchmal betrittst du einen Raum – deinen eigenen – und irgendetwas fühlt sich schwer an.
Nicht dramatisch. Nicht schlimm.
Aber so, als würde die Luft nicht ganz frei fließen.
Du hast aufgeräumt. Gelüftet. Vielleicht sogar schön dekoriert.
Und trotzdem fehlt dieses leichte, klare Gefühl.
Hier beginnt Feng Shui. Nicht bei komplizierten Regeln. Sondern bei etwas ganz Einfachem:
Lebendigkeit.
Energie folgt dem Zustand
Im Feng Shui spricht man von Chi – der Lebensenergie, die durch deine Räume fließt.
Und alles in deinem Zuhause trägt dazu bei. Wirklich alles.
Pflanzen zum Beispiel sind starke Energieträger.
Eine frische, gesunde Pflanze steht für Wachstum, Entwicklung, Bewegung.
Eine vertrocknete Pflanze hingegen für Stillstand.

Und jetzt mal ehrlich:
Wie oft steht irgendwo noch eine halb tote Pflanze, bei der man denkt: „Ach, die erholt sich schon wieder“?
Energetisch sendet sie eine klare Botschaft:
Hier wird nicht genährt. Hier wird festgehalten.
Dein Kopf blendet das vielleicht aus – dein Körper nicht.
Warum dein Nervensystem das merkt
Unser System scannt ständig:
Ist hier Leben? Oder Zerfall?
Vertrocknete Blätter, staubige Erde, welke Stängel – das sind kleine Stoppschilder für dein Unterbewusstsein. Kein großes Drama. Aber ein leiser Energieabzug.
Wenn du dich also fragst, warum du dich zuhause nicht wirklich auftanken kannst, obwohl doch „alles schön“ ist – dann schau genau dort hin.

Feng Shui Basic Nummer eins:
Radikale Ehrlichkeit im Raum.
Entweder du kümmerst dich wirklich.
Oder du lässt los.
Dieses „halb“ kostet Energie.
Und was ist mit Trockenblumen?
Trockenblumen sind wunderschön.
Ruhig. Ästhetisch. Oft sehr bewusst gewählt.
Aber: Sie tragen keine aktive Lebensenergie mehr.
Sie sind konserviertes Vergangenes.
Das ist nicht automatisch schlecht. Doch energetisch stehen sie eher für Bewahren als für Wachsen.
Wenn du gerade in einer Phase bist, in der du Neues anziehen willst – mehr Bewegung, mehr Fülle, mehr Entwicklung – können viele Trockenblumen unbewusst das Gegenteil spiegeln.
Frag dich beim Anblick:
Fühle ich Weite? Oder Nostalgie?
Wenn sie dich wirklich nähren – wunderbar.
Wenn sie sich innerlich „staubig“ anfühlen, dann weißt du, was stimmig ist.
Und künstliche Blumen?
Hier wird es spannend.
Kunstpflanzen sehen lebendig aus, sind es aber nicht.
Und genau das registriert dein System.
Feng Shui liebt Echtheit.
Eine künstliche Pflanze kann energetisch wie ein „als-ob“ wirken – Frische simuliert, aber keine echte Bewegung.
Besonders in sensiblen Bereichen wie Schlafzimmer, Arbeitsplatz oder Eingangsbereich kann das die Energie eher flach halten.
Aber auch hier gilt:
Eine ständig sterbende echte Pflanze zieht mehr Energie als eine hochwertige Kunstpflanze.
Es geht nie um Dogmen.
Es geht um Resonanz.
Die eigentliche Frage lautet
Nicht: Was ist erlaubt?
Sondern: Was fühlt sich lebendig an?
Ein Raum darf ruhig sein.
Er darf minimalistisch sein.
Er darf reduziert sein.
Doch er sollte nicht nach „aufgehobenem Gestern“ oder „vorgelebtem Leben“ wirken.
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem großen Ritual.
Sondern mit dem Wegtragen einer vertrockneten Pflanze.
Und plötzlich wird es leichter.
Nicht magisch.
Sondern logisch.
Schau dich heute mal um.
Was in deinem Zuhause trägt wirklich Leben?
Und was darf gehen, damit dein Chi wieder frei fließen kann? 🌿

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